Dienstag, 25. Februar 2014

Landschaftsgestaltung

Dass Zisterzienser in sehr weitreichendem Maße Kulturlandschaften geschaffen haben, durch Anlegen von Teichen, Trockenlegen von Sumpfgebieten, Betreiben von Mühlen in den Wasserhaushalt eingriffen, durch den Aufbau einer Grangienwirtschaft Flurveränderungen vornahmen und sogar die Besiedlung von Landstrichen (Entstehung von Wüstungen, Umsiedlungen) beeinflussten, durch intensive Waldnutzung und Wiederbewaldungsmaßnahmen den Energiekreislauf einer Region an ihren Bedarf adaptierten, ist hinreichend bekannt. Wie intensiv taten es ihnen die Zisterzienserinnen nach? Niemand hat sich bisher für Wüstungen und Flursituationen im Umkreis von Zisterzienserinnenklöstern interessiert, nur wenig Literatur gibt es hinsichtlich wasserwirtschaftlicher Maßnahmen. Verschwundenen Orten beispielsweise einmal unter diesem Aspekt nachzugehen, kann einen Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte von Frauenklöstern leisten und irgendwann vielleicht auch einen wirklichen Vergleich zu den Männerklöstern ermöglichen.

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